Abu Bakr hat am meisten Recht?

1. Frage:

Ein Befolger der Erneuerung äußerte die Behauptung, Imam Ali (a.) habe Abu Bakr das meiste Recht auf die Nachfolgeschaft zugesprochen und ihn als Gefährten der Höhle und vom Propheten (s.) ernannten Vorbeter gelobt. Als Quelle wurde das 1. Band von Nahj-ul-Balaghah auf der Seite 332 angegeben. Ist dies tatsächlich die Aussage des Befehlshabers der Gläubigen?

Antwort:

Solch ein Bericht befindet sich weder auf der Seite 332 [hier!] noch an sonst einer Stelle in Nahj-ul-Balaghah und somit ist diese Beschuldigung nichts anderes als eine Lüge! Viel eher befinden sich Berichte solcher Art in den Werken der Erneuerer und verfügen somit bei den Liebenden der Ahl-ul-Bait (a.) über kein Gewicht.

Abd-ul-Hamid Ibn Abi Al-Hadid berichtet von Ibn Lahi’ah, dass Abu Al-Aswad sagte: „Einige Männer unter den Auswanderern waren aufgrund des Treueschwurs an Abu Bakr ohne eine Beratung erzürnt. Ali (a.) und Az-Zubair waren zornig und betraten das Haus von Fatimah (a.), während sie Waffen bei sich trugen. Danach traf Umar mit einer Gruppe ein und darunter waren Usaid Ibn Hudair und Salamah Ibn Salamah Ibn Waqash, welche zu den Söhnen von Abd-ul-Ashhal gehören und Fatimah (a.) schrie und beschwörte sie bei Gott. Daraufhin nahmen sie Ali (a.) und Az-Zubair die Schwerter weg und schlugen sie gegen die Wand bis sie zerbrachen. Dann brachte sie Umar heraus und bedrängte sie so, dass sie den Treueschwur leisteten. Danach erhob sich Abu Bakr, hielt den Menschen eine Predigt und warnte sie. Er sprach: »Der Treueschwur an mich war eine stürmische Angelegenheit. Gott wandte das Übel dessen ab und ich befürchtete die stürmische Angelegenheit und bei Gott, ich hatte keinen Tag verlangen danach. Ich ahmte eine gewaltige Angelegenheit nach, zu der ich weder fähig noch im Besitz von zwei Händen bin und ich wünschte, die Leute würden meine Stellung dazu bestärken.« Er brachte ihnen Entschuldigungen hervor, sodass die Auswanderer seine Entschuldigung annahmen und Ali (a.) und Az-Zubair sprachen: »Wir hegten über nichts anderes einen Zorn als über die Beratung und wir sehen, dass Abu Bakr von allen Menschen am meisten Recht darauf hat, denn er ist der Gefährte der Höhle und wir kennen seine Sunnah und der Prophet Muhammad (s.) befahl ihm der Vorbeter der Menschen zu sein, während er selber noch am Leben war.«” [Sharh Nahj Al-Balaghah von Ibn Abi Al-Hadid, Band 2 Seite 50]

قال عبد الحميد بن أبي الحديد المعتزلي: عن ابن لهيعة عن أبي الأسود، قال: غضب رجال من المهاجرين في بيعة أبي بكر بغير مشورة، وغضب علي والزبير، فدخلا بيت فاطمة عليها السلام، معهما السلاح، فجاء عمر في عصابة، منهم أسيد بن حضير وسلمة بن سلامة بن وقش، وهما من بني عبد الأشهل، فصاحت فاطمة عليها السلام، وناشدتهم الله. فأخذوا سيفي علي والزبير، فضربوا بهما الجدار حتى كسروهما، ثم أخرجهما عمر يسوقهما حتى بايعا، ثم قام أبو بكر فخطب الناس، واعتذر إليهم، وقال: إن بيعتي كانت فلتة وقى الله شرها، وخشيت الفتنة، وأيم الله ما حرصت عليها يوما قط، ولقد قلدت أمرا عظيما ما لي به طاقة ولا يدان، ولوددت أن أقوى الناس عليه مكاني. وجعل يعتذر إليهم، فقبل المهاجرون عذره. وقال علي والزبير: ما غضبنا إلا في المشورة، وإنا لنرى أبا بكر أحق الناس بها، إنه لصاحب الغار، وإنا لنعرف له سنة، ولقد أمره رسول الله ص بالصلاة بالناس وهو حي

Abd-ul-Hamid Ibn Abi Al-Hadid schreibt: „Unsere Gelehrten, möge Gott ihnen gnädig sein, seien es die Früheren oder Späteren, seien sie aus Basra oder Bagdad, stimmen in ihrer Glaubenslehre darin überein, dass der Treueschwur an Abu Bakr As-Siddiq ein gültiger und legitimer Treueschwur ist und er kam nicht durch einen Text zustande. Eher handelt es sich um eine Wahl, welche durch den Konsens bestätigt wurde.” [Sharh Nahj Al-Balaghah von Ibn Abi Al-Hadid, Band 1 Seite 7]

قال عبد الحميد بن أبي الحديد المعتزلي: اتفق شيوخنا كافه رحمهم الله، المتقدمون منهم والمتأخرون، والبصريون والبغداديون، على أن بيعه أبى بكر الصديق بيعه صحيحه شرعية، وانها لم تكن عن نص وإنما كانت بالاختيار الذي ثبت بالاجماع

2. Frage:

Sah sich der Befehlshaber der Gläubigen (a.) berechtigter als Abu Bakr?

Antwort:

Muhammad Ibn Al-Husain berichtete, dass Imam Ali (a.) sagte: „Bei Allah, der so-und-so hat sich mit ihm (dem Kalifat) bekleidet, und er wusste sicher, dass meine Position ihm (dem Kalifat) gegenüber dergestalt ist wie die Position der Achse zum Mühlstein. Die Flut entspringt von mir, und kein Vogel kann zu mir emporsteigen. Ich verhüllte mich mit einem Tuch gegen das (Kalifat) und verbarg mich davor. Ich begann zu erwägen, ob ich mir mit abgeschnittener Hand (ohne Helfer) Zugang dazu verschaffen oder ob ich gegenüber der blindmachenden Finsternis standhaft bleiben sollte, in welcher der Erwachsene altersschwach wird und der junge Mann graue Haare bekommt und der Gläubige sich müht, bis er seinem Herrn begegnet! Ich hielt die Standhaftigkeit dem gegenüber für weiser (als für das Kalifat zu kämpfen), so blieb ich geduldig angesichts des Dorns in meinem Auge und der Beklemmung in der Kehle, und während ich sehe, wie mein Erbe geplündert wird, bis der erste seines Weges ging und es (das Kalifat) zu dem und dem nach ihm übergab.” Dann zitierte er den Reim von Al-A’sha: „Wie anders sind doch meine Tage im Kamelsattel (d.h. Tage der Härte) als die Tage, (die ich mit) Dschabirs Bruder Hayyan (in Ruhe) verbrachte!” (Er fuhr fort): „Wie seltsam! Während er am Leben war, wollte er von diesem (Kalifat) entbunden werden, doch er bestätigte es für den anderen nach seinem Ableben. Wie ausgelassen haben die beiden seine Euter unter sich aufgeteilt und es in den Besitz des gemeinen (Teils des) Volkes übergehen lassen, dessen Sprache rauh und dessen Berührung hart ist. Unter ihm häuften sich die Fehltritte und (auch) die Entschuldigungen dafür. Sein (des Volkes) Führer war wie der Reiter eines schwierigen (Kamels), wenn er die Zügel (zu fest) aufnahm, würden die Nasenlöcher (des Kamels) zerrissen, und wenn er sie locker ließ, würde er stürzen. Bei Allah, die Menschen wurden so heimgesucht, indem sie (in Verwirrung) herumgestoßen wurden, mit Halsstarrigkeit und Widerspenstigkeit.” [Nahj-ul-Balaghah von Ash-Sharif Ar-Radi, Predigt Nr. 3]

عن محمد بن الحسين بن موسى رضوان الله عليه أن أمير المؤنين عليه السلام قال: أما والله لقد تقمصها فلان، وإنه يعلم أن محلي منها محل القطب من الرحى، ينحدر عني السيل، ولا يرقى إلي الطير، فسدلت دونها ثوبا، وطويت عنها كشحا، وطفقت أرتئي بين أن أصول بيد جذاء، أو أصبر على طخية عمياء، يهرم فيها الكبير، ويشيب فيها الصغير، ويكدح فيها مؤمن حتى يلقى ربه، فرأيت أن الصبر على هاتا أحجى، فصبرت وفي العين قذى، وفي الحلق شجا، أرى تراثي نهبا، حتى مضى الأول لسبيله، فأدلى بها إلى فلان بعده – ثم تمثل عليه السلام بقول الأعشى: شتان ما يومي على كوره * ويوم حيان أخي جابر فيا عجبا!! بينا هو يستقيلها في حياته إذ عقدها لاخر بعد وفاته، لشد ما تشطرا ضرعيها، فصيرها في حوزة خشناء، يغلظ كلمها، ويخشن مسها، ويكثر العثار والاعتذار منها، فصاحبها كراكب الصعبة إن أشنق لها خرم، وأن أسلس لها تقحم، فمني الناس لعمر الله بخبط وشماس، وتلون، واعتراض

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