Die Position Meines Sohnes?

1. Frage:

Ist es wahr, dass der Gründer derjenigen, die sich selber als Ahmadiyyah bezeichnen, Gott einen Sohn zuschrieb?

Antwort:

Mirza Ghulam Ahmad schreibt Gott folgende Aussage zu: „Du stehst bei Mir auf der Stufe Meiner Einheit und Einzigartigkeit. Die Zeit ist gekommen, dass dir Hilfe zuteil wird und du unter den Menschen bekannt wirst. Du stehst bei Mir auf der Stufe Meines Thrones, du stehst bei Mir auf der Stufe Meines Sohnes, du stehst bei Mir auf einer Stufe, von der kein Geschöpf Kenntnis besitzt. Wir sind eure Nahestehenden in diesem und im nächsten Leben. Wenn du erzürnst, dann erzürne Ich und alles, was du liebst, das liebe Ich.” [Ruhani Khaza’in, Band 22 Seite 709]

أنت مني بمنزلة توحيدي وتفريقي فحان أن تعان وتعرف بين الناس. أنت مني بمنزلة عرشي, أنت مني بمنزلة ولدي, أنت مني بمنزلة لا يعلمها الخلق. نحن أولياؤكم في الحياة الدنيا والآخرة إذا غضبت غضبت, وكل ما أحببت أحببت

ruhani khazain - b 22 s 709

2. Frage:

Welches Wort wurde hier verwendet und wie ist diese Aussage im Licht des Heiligen Qur’an zu betrachten?

Antwort:

Das Wort, welches hier für Sohn verwendet wurde, ist „Walad” (ولد). Es handelt sich also wortwörtlich um einen Sohn, der gezeugt wurde, denn „Walad” (ولد) kommt von „walada” (ولدَ), womit „er zeugte” im Perfekt zum Ausdruck gebracht wird und „yalid” (يلد) „er zeugt” den Imperfekt darstellt. Mit „yulad” (يولد) wird der Passiv ausgedrückt und dies bedeutet „er wird gezeugt.”

Im Qur’an heißt es:

„Sprich: Er ist Gott, der Einzige. Gott, der allein Anzuflehende. Weder zeugt Er, noch ist Er gezeugt worden. Ihm gleicht niemand.«” [Al-Ikhlas 112:1-4]

قل هو الله أحد الله الصمد لم يلد ولم يولد ولم يكن له كفوا أحد

Die Juden und die Nazarener sagen: „Wir sind die Söhne Gottes und Seine Lieblinge.” Sprich: „Warum peinigt Er euch dann für eure Sünden? Nein, ihr seid Menschen von denen, die Er erschaffen hat. Er vergibt, wem Er will, und Er peinigt, wen Er will. Und Gott gehört die Königsherrschaft der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist. Zu Ihm führt der Lebensweg.” [Al-Ma’idah 5:18]

وقالت اليهود والنصارى نحن أبناء الله وأحباؤه قل فلم يعذبكم بذنوبكم بل أنتم بشر ممن خلق يغفر لمن يشاء ويعذب من يشاء ولله ملك السماوات والأرض وما بينهما وإليه المصير

Die Juden sagen: „Esra ist Gottes Sohn.” Und die Nazarener sagen: „Christus ist Gottes Sohn.” Das ist ihre Rede aus ihrem eigenen Munde. Damit reden sie wie die, die vorher ungläubig waren. Gott bekämpfe sie! Wie leicht lassen sie sich doch abwenden! [At-Tawbah 9:30]

وقالت اليهود عزير ابن الله وقالت النصارى المسيح ابن الله ذلك قولهم بأفواههم يضاهئون قول الذين كفروا من قبل قاتلهم الله أنى يؤفكون

Ja’far As-Sadiq (a.) berichtete, dass der Prophet Muhammad (s.) sagte: „Hinter jedem Recht steckt eine Wahrheit und alles Rechte birgt ein Licht. Was mit dem Buch Gottes übereinstimmt, das nehmt an und was dem Buch Gottes widerspricht, davon lasst ab!” [Al-Kafi von Al-Kulaini, Band 1 Seite 69 Hadith 1]

علي بن إبراهيم، عن أبيه، عن النوفلي، عن السكوني، عن أبي عبد الله عليه السلام قال: قال رسول الله صلى الله عليه وآله: إن على كل حق حقيقة، وعلى كل صواب نورا، فما وافق كتاب الله فخذوه وما خالف كتاب الله فدعوه

3. Frage:

Wurde ein Versuch unternommen, diesen Widerspruch zum Qur’an zu beheben?

Antwort:

Mirza Ghulam Ahmad schreibt: „Gepriesen sei Gott und erhaben sei Er darüber, im Besitz eines Sohnes zu sein, aber das ist eine Metapher, die Seinem erhabenen Wort gleicht: »Dann gedenket Gottes, wie ihr eurer Väter gedacht habt.« (2:200) Die Metaphern sind zahlreich im Qur’an vorhanden und darüber gibt es bei den Leuten des Wissens und der Erkenntnis keine Unstimmigkeit. Daher ist dieses Wort kein verwerfliches Wort und man findet seine Gleichnisse in den göttlichen Büchern und in den Aussagen der spirituellen Leute, die man dem Sufismus zuschreibt. Deswegen sollt ihr uns gegenüber aufgrund dessen nicht zu voreilig sein, o ihr Leute des Verstandes!” [Ruhani Khaza’in, Band 22 Seite 709]

قال ميرزا غلام أحمد القادياني: سبحان الله وتعالى أن يكون له ولد، ولكن هذا استعارة كمثل قوله تعالى: { فَاذْكُرُوا اللهَ كَذِكْرِكُمْ ءَابَآءَكُمْ}، والاستعارات كثيرة في القرآن ولا اعتراض عليها عند أهل العلم والعرفان، فهذا القول ليس بقول منكر, وتجد نظائره في الكتب الإلهية وأقوال قوم روحانيين يسمون بالصوفية فلا تعجلوا علينا يا أهل الفطنة منه

ruhani khazain - b 22 s 709 - fußnote

Im Qur’an heißt es:

„Und damit er diejenigen warne, die sagen: »Gott hat Sich einen Sohn genommen.« Sie haben kein Wissen davon, und auch nicht ihre Väter. Es ist ein ungeheuerliches Wort, das aus ihrem Munde herauskommt. Nichts als Lüge sagen sie da.” [Al-Kahf 18:4-5]

وينذر الذين قالوا اتخذ الله ولدا ما لهم به من علم ولا لآبائهم كبرت كلمة تخرج من أفواههم إن يقولون إلا كذبا

Was den Vers (2:200) betrifft, so wird Gott dort an keiner Stelle als Vater bezeichnet!

Muhammad Ibn Muslim berichtete, dass er Imam Muhammad Al-Baqir (a.) über den Vers befragte: »Und wenn ihr eure Riten beendet habt, dann gedenket Gottes, wie ihr eurer Väter gedacht habt oder mit noch innigerem Gedenken.« 2:200 – Er sprach: „Der Mann pflegte es in der Zeit der Unwissenheit zu sagen: »Mein Vater war und mein Vater war.« Daher wurde dieses Zeichen aufgrund dessen herabgesandt.” [Tafsir Al-Ayyashi, Band 1 Seite 98 Hadith 270]

عن محمد بن مسلم قال: سألت أبا جعفر عليه السلام في قول الله اذكروا الله كذكركم آبائكم أو أشد ذكرا قال: كان الرجل في الجاهلية يقول: كان أبى وكان أبى فأنزلت هذه الآية في ذلك

Muhammad Ibn Muslim berichtete, dass er Imam Muhammad Al-Baqir (a.) über den Vers befragte: »Dann gedenket Gottes, wie ihr eurer Väter gedacht habt.« – 2:200 – Er sprach: „Sie pflegten es mit Stolz über ihre Väter zu sagen: »Mein Vater ist jener, der die Schutzgelder trug und jener, der diesen und jenen tötete.« Sobald sie nach dem Schlachten in Mina aufstanden. Sie pflegten es auch beim sprechen zu schwören: »Nein, bei meinem Vater, nein, bei meinem Vater!«” [Tafsir Al-Ayyashi, Band 1 Seite 98 Hadith 271]

عن فضالة بن أيوب عن العلاء بن محمد بن مسلم عن أبي جعفر عليه السلام في قول الله مثله سواء، أي كانوا يفتخرون بآبائهم يقولون أبى الذي حمل الديات والذي قاتل كذا وكذا إذا قاموا بمنى بعد النحر وكانوا يقولون أيضا – يحلفون بآبائهم – لا وأبى لا وأبى

Zurarah berichtete, dass er Imam Muhammad Al-Baqir (a.) über den Vers befragte: »Dann gedenket Gottes, wie ihr eurer Väter gedacht habt oder mit noch innigerem Gedenken.« – 2:200 – Er sprach: „Zu ihren Worten in der Zeit der Unwissenheit gehörte: »Keineswegs, bei meinem Vater! Doch, bei meinem Vater!« Daher wurde ihnen befohlen zu sagen: »Nein, bei Gott! Doch, bei Gott!«” [Tafsir Al-Ayyashi, Band 1 Seite 98 Hadith 272]

عن زرارة عن أبي جعفر عليه السلام قال سألته عن قوله اذكروا الله كذكركم آبائكم أو أشد ذكرا قال إن أهل الجاهلية كان من قولهم كلا وأبيك، بلى وأبيك، فامروا ان يقولوا لا والله وبلى والله

Ammar Ibn Musa berichtete, dass Imam Ja’far As-Sadiq (a.) über die Urteilenden befragt wurde und er antwortete: „Wer zwischen Zwei nach seiner eigenen Meinung urteilt, der begeht Unglauben und wer nur einen Vers im Buch Gottes nach seiner eigenen Meinung auslegt, der begeht Unglauben.” [Tafsir Al-Ayyashi, Band 1 Seite 18 Hadith 6]

عن عمار بن موسى عن أبي عبد الله عليه السلام قال: سئل عن الحكومة قال: من حكم برأيه بين اثنين فقد كفر، ومن فسر [برأيه] آية من كتاب الله فقد كفر

Abu Basir berichtete, dass Imam Ja’far As-Sadiq (a.) sagte: „Wir sind die im Wissen fest Gegründeten und wir kennen seine Deutung.” [Al-Kafi von Al-Kulaini, Band 1 Seite 213 Hadith 1]

عدة من أصحابنا، عن أحمد بن محمد، عن الحسين بن سعيد، عن النضر ابن سويد، عن أيوب بن الحر وعمران بن علي، عن أبي بصير، عن أبي عبد الله عليه السلام قال: نحن الراسخون في العلم ونحن نعلم تأويله

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