Wenn ein Frevler euch eine Kunde bringt [49:6]

Qur’an:

„O ihr, die ihr glaubt, wenn ein Frevler euch eine Kunde bringt, so vergewissert euch (dessen), damit ihr nicht anderen Leuten in Unwissenheit ein Unrecht zufügt und hernach bereuen müßt, was ihr getan habt.” [Al-Hujurat 49:6]

يا أيها الذين آمنوا إن جاءكم فاسق بنبإ فتبينوا أن تصيبوا قوما بجهالة فتصبحوا على ما فعلتم نادمين

Sunnah:

Abu Al-Hasan Al-Qummi schreibt: „Es wurde wegen Maria, der Koptin und Mutter von Ibrahim (a.), herabgesandt und der Grund war, dass A’ishah zum Gesandten (s.) sprach: »Ibrahim ist nicht dein leiblicher Sohn. Er ist der Sohn von Juraih, dem Kopten, denn er kam jeden Tag zu ihr herein.« Daher wurde der Gesandte (s.) zornig und er sprach zum Befehlshaber der Gläubigen (a.): »Nimm das Schwert und komm mit dem Haupt von Juraih zu mir!« Daraufhin nahm der Befehlshaber der Gläubigen (a.) das Schwert und sprach: »Mein Vater und meine Mutter seien dir geopfert, o Gesandter Gottes, wenn du mich bezüglich dieser Angelegenheit entsendest, dann werde ich mich darin mit dem höchsten Eifer bemühen. Was befiehlst du mir also? Soll ich die Bestätigung dessen erbringen oder ein Leid herbeiführen?« Der Gesandte (s.) sprach zu ihm: »Eher sollst du die Bestätigung erbringen.« Als der Befehlshaber der Gläubigen (a.) zur Mutter von Ibrahim (a.) gelangte und Juraih ihn sah, floh dieser vor ihm und kletterte auf eine Palme. Der Befehlshaber der Gläubigen (a.) rief ihn und sprach: »Steig herunter!« Er sprach zu ihm: »O Ali, fürchte Gott! Was ist das? Hier ist eine Gruppe von Menschen. Ich bin ein Eunuch!« Dann entblößte er sich und als Gewissheit darüber geschafft wurde, dass er ein Eunuch ist, kam er mit ihm zum Gesandten (s.) und er sprach: »Was ist mit dir, o Juraih?« Er sprach: »O Gesandter Gottes, die Kopten entmannen ihre Bediensteten und jene, die zu ihren Angehörigen eintreten und die Kopten lassen außer den Kopten niemanden an sich herantreten. Daher entsandte mich ihr Vater, damit ich zu ihr hereinkomme und ihr diene und an sie herantrete.« Aus diesem Grund sandte Gott herab: »O ihr, die ihr glaubt, wenn ein Frevler euch eine Kunde bringt, so vergewissert euch (dessen), damit ihr nicht anderen Leuten in Unwissenheit ein Unrecht zufügt und hernach bereuen müßt, was ihr getan habt«” (49:6) [Tafsir Al-Qummi, Band 2 Seite 318 – 319]

قال أبو الحسن القمي: فإنها نزلت في مارية القبطية أم إبراهيم عليه السلام وكان سبب ذلك ان عايشة قالت لرسول الله صلى الله عليه وآله ان إبراهيم ليس هو منك وإنما هو من جريح القبطي فإنه يدخل إليها في كل يوم، فغضب رسول الله صلى الله عليه وآله وقال لأمير المؤمنين عليه السلام: خذ السيف واتني برأس جريح فأخذ أمير المؤمنين عليه السلام السيف ثم قال: بأبي أنت وأمي يا رسول الله انك إذا بعثتني في أمر أكون فيه كالسفود المحماة في الوبر فكيف تأمرني أثبت فيه أو امض على ذلك؟ فقال له رسول الله صلى الله عليه وآله: بل تثبت، فجاء أمير المؤمنين عليه السلام إلى مشربة أم إبراهيم فتسلق عليها فلما نظر إليه جريح هرب منه وصعد النخلة فدنا منه أمير المؤمنين عليه السلام وقال له انزل، فقال له يا علي! اتق الله ما ها هنا أناس، اني مجبوب ثم كشف عن عورته، فإذا هو مجبوب، فاتي به إلى رسول صلى الله عليه وآله فقال له رسول الله صلى الله عليه وآله: ما شأنك يا جريح! فقال: يا رسول الله ان القبط يجبون حشمهم ومن يدخل إلى أهليهم والقبطيون لا يأنسون إلا بالقبطيين فبعثني أبوها لادخل إليها وأخدمها وأؤنسها فأنزل الله عز وجل يا أيها الذين آمنوا ان جاءكم فاسق بنبأ الآية

Abdullah Ibn Bukair berichtete, dass er Imam As-Sadiq (a.) fragte: „Mein Leben sei dir geopfert, befahl der Gesandte (s.) die Tötung von dem Kopten, wobei er wusste, dass A’ishah ihn angelogen hatte oder wusste er es nicht? Schützte Gott den Kopten mit der Vergewisserung durch Ali (a.)?” Er sprach: „Doch, er wusste es und Gott weiß es am besten. Hätte sich der Gesandte (s.) tatsächlich dazu entschlossen, ihn zu töten, dann wäre Ali (a.) nicht zurückgekehrt, bis er ihn getötet hätte, aber der Gesandte (s.) tat das, damit sie von ihrer Sündhaftigkeit umkehrt, aber sie kehrte nicht um und es kümmerte sie nicht, dass eine muslimische Person durch ihre Lüge zu Tode kommt.” [Tafsir Al-Qummi, Band 2 Seite 319]

وفي رواية عبد الله (عبيد الله ط) بن موسى عن أحمد بن رشيد (راشد ط) عن مروان بن مسلم عن عبد الله بن بكير قال قلت لأبي عبد الله عليه السلام: جعلت فداك كان رسول الله صلى الله عليه وآله امر بقتل القبطي وقد علم أنها قد كذبت عليه، أو لم يعلم وإنما دفع الله عن القبطي القتل بتثبت علي عليه السلام؟ فقال بلى قد كان والله أعلم ولو كانت عزيمة من رسول الله صلى الله عليه وآله القتل ما رجع علي عليه السلام حتى يقتله، ولكن إنما فعل رسول الله صلى الله عليه وآله لترجع عن ذنبها، فما رجعت ولا اشتد عليها قتل رجل مسلم بكذبها

Scheinargument:

Ist der Vers ein Hinweis darauf, dass man Überlieferer bewerten und je nach Bewertung ihre Berichte ablehnen oder annehmen soll?

Antwort:

Der Qur’an sagt: „Wenn ein Frevler euch eine Kunde bringt.” Gott Selber hat die Person bereits als Frevler bewertet. Der Prophet (s.) lehnte die Kunde nicht ab, weil der Überlieferer ein Frevler ist, sondern prüfte ihren Wahrheitsgehalt. Der Bericht wurde also wegen seinem Inhalt abgelehnt und nicht wegen dem Überlieferer. Daher sagt der Qur’an: „So vergewissert euch (dessen).” Und nicht: „So lehnt es ab, denn es ist von einem Frevler!” Interessanterweise ist der Frevler laut den Anhängern Umar´s ein Gefährte.

Muhammad Ibn Jarir At-Tabari schreibt: „Der Prophet Muhammad (s.) entsandte einen Mann seiner Gefährten zu einer Gruppe, die ihn bestätigte und daraufhin kam der Mann zu ihnen. In der Zeit der Unwissenheit waren beide verfeindet und als sie zu ihm kamen, um ihn zu begrüßen, die Abgabe anzuerkennen und ihnen zu geben, was Rechtens ist, kehrte er zum Propheten (s.) zurück und sprach: »O Gesandter Gottes, die Söhne von jenem haben die Spende verweigert und sind vom Islam abgefallen.« Daher wurde der Gesandte (s.) zornig und sandte jemanden zu ihnen, sodass sie zu ihm kamen und er sprach: »Ihr habt die Abgabe verweigert und meinen Botschafter hinausgeworfen?« Sie sprachen: »Bei Gott, wir haben sie nicht verweigert und wir wissen, dass du der Gesandte Gottes bist und für uns kein Weg daran vorbei führt und wir verweigerten nicht das Recht Gottes gegenüber unserem Vermögen.« Aber der Prophet Muhammad (s.) schenkte ihnen keinen Glauben und daher sandte Gott dieses Zeichen herab, sodass sie entschuldigt waren.” [Tafsir At-Tabari, Band 26 Seite 162]

قال محمد بن جرير الطبري: بعث رسول الله صلى الله عليه وسلم رجلا من أصحابه إلى قوم يصدقهم، فأتاهم الرجل، وكان بينه وبينهم إحنة في الجاهلية فلما أتاهم رحبوا به، وأقروا بالزكاة، وأعطوا ما عليهم من الحق، فرجع الرجل إلى رسول الله صلى الله عليه وسلم فقال: يا رسول الله، منع بنو فلان الصدقة، ورجعوا عن الاسلام، فغضب رسول الله صلى الله عليه وسلم وبعث إليهم فأتوه فقال: أمنعتم الزكاة، وطردتم رسولي؟ فقالوا: والله ما فعلنا، وإنا لنعلم أنك رسول الله، ولا بد لنا، ولا منعنا حق الله في أموالنا، فلم يصدقهم رسول الله صلى الله عليه وسلم فأنزل الله هذه الآية، فعذرهم

Anmerkung:

Weitere Informationen über den Umgang mit Berichten, gemäß der Sunnah, sind [hier!zu finden.

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