Lassen die Gläubigen ihren Streit vom Staat schlichten?

Umar Ibn Hanzalah berichtete, dass er Imam As-Sadiq (a.) fragte: „Wie verhält es sich mit zwei unserer Gesellen, die einen Streit über Schulden oder ein Erbe haben und hierauf den Regenten und die Richter urteilen lässt? Ist das erlaubt?” Er sprach: „Wer sie mit Recht oder mit Falschheit urteilen lässt, der hat den Übertreter (Taghut) urteilen lassen und welches Urteil er auch immer für ihn fällt, so nimmt er es unrechtmäßig an, selbst wenn es sein erwiesenes Recht ist, denn er nahm es mit dem Urteil des Übertreters (Taghut) an, obwohl Gott befohlen hat, dem Übertreter (Taghut) gegenüber ungläubig zu sein. Gott sagt: »Sie möchten den Übertreter (Taghut) urteilen lassen, wo ihnen doch befohlen wurde, ungläubig (Kafir) an ihn zu sein.«” (4:60) Ich sprach: „Was sollen beide tun?” Er sprach: „Beide schauen nach jenem von euch, der unseren Ausspruch (Hadith) erzählte und nach unserem Erlaubten und Verbotenen schaut und unsere Urteile kennt. Dann sollen ihm beide in Anbetracht des Urteils zustimmen, denn ich habe ihn euch zu einem Urteilenden (Hakim) gemacht. Wenn er also mit unserem Urteil richtete und man es nicht von ihm annimmt, dann nahm man Gottes Urteil auf die leichte Schulter und wich von uns ab und wer von uns abwich, der wich von Gott ab und jener befindet sich an der Grenze zur Beigesellung Gottes (Shirk).” Ich sprach: „Und wenn jede Person einen unserer Gesellen aussucht, sodass beide zustimmen, nach ihrem Recht zu schauen und sie in Anbetracht des Urteils uneinig sind und jeder von beiden über euren Ausspruch (Hadith) uneinig ist?” Er sprach: „Dann das Urteil von jenem, der von beiden am gerechtesten, verständigsten und hinsichtlich dem Ausspruch (Hadith) am glaubhaftesten und am frömmsten ist und man lässt das Urteil, womit der andere urteilte, außer Acht.” Ich sprach: „Wie verhält es sich, wenn es zwei gerechte und gottgefällige Leute unserer Gesellen gibt und keiner von den beiden bevorzugter als der andere ist?” Er sprach: „Man schaut danach, welcher ihrer Berichte von uns jener ist, über dessen Urteil sich deine Gesellen einigten und woraus unser Urteil bezogen wird und man lässt von dem seltenen Bericht ab, der bei deinen Gesellen nicht weit verbreitet ist, denn Einstimmigkeit lässt keinen Zweifel übrig. Es gibt drei Arten von Angelegenheiten: Eine Angelegenheit, deren rechter Wandel klar ist, sodass man sie befolgt, eine Angelegenheit, deren Irrweg klar ist, sodass man sie meidet und eine Angelegenheit, die problematisch ist, sodass man das Wissen über sie auf Gott und Seinen Gesandten zurückführt. Der Gesandte (s.) sagte: »Das Erlaubte ist klar und das Verbotene ist klar und die unklaren Dinge liegen dazwischen. Wer also die unklaren Dinge unterließ, der brachte sich vor den verbotenen in Sicherheit und wer den unklaren nachging, der verübte die verbotenen und stürzte sich ins Verderben, ohne es zu wissen.«” Ich sprach: „Und wenn beide Berichte von euch weit verbreitet sind und beide Berichte von euch von Leuten, denen man vertraut, erzählt werden?” Er sprach: „Man schaut danach, welches Urteil der beiden mit der Schrift (Qur’an) und dem Brauch (Sunnah) vereinbar ist und von der Allgemeinheit (Ammah) abweicht, worauf man sich nach diesem richtet und von jenem ablässt, der vom Urteil des Buches und dem Brauch abweicht und mit der Allgemeinheit (Ammah) vereinbar ist.” Ich sprach: „Mein Leben sei dir geopfert, welche der beiden Berichte soll man deines Erachtens nach annehmen, wenn die beiden Verständigen (Faqih) ihr Urteil aus der Schrift (Qur’an) und dem Brauch (Sunnah) kennen und wir feststellen, dass einer der beiden Berichte mit der Allgemeinheit (Ammah) vereinbar ist und der andere von ihnen abweicht?” Er sprach: „Dann ist jener rechtens, der von der Allgemeinheit (Ammah) abweicht.” Ich sprach: „Mein Leben sei dir geopfert, doch wenn alle beide Berichte mit ihnen vereinbar sind?” Er sprach: „Man schaut, was bei ihnen und ihren Urteilenden (Hukkam) und Richtenden am geläufigsten ist und lässt davon ab und nimmt das andere.” Ich sprach: „Doch wenn beide Berichte mit ihren Urteilenden vereinbar sind?” Er sprach: „Wenn das so ist, dann haltet an, bis ihr eurem Imam (a.) begegnet, denn bei Zweifeln anzuhalten, ist besser, als sich in das Verderben zu stürzen.” [Al-Kafi von Al-Kulaini, Band 1 Seite 67 – 68 Hadith 10]
محمد بن يحيى، عن محمد بن الحسين، عن محمد بن عيسى، عن صفوان بن يحيى، عن داود بن الحصين، عن عمر بن حنظلة قال: سألت أبا عبد الله عليه السلام عن رجلين من أصحابنا بينهما منازعة في دين أو ميراث فتحاكما إلى السلطان وإلى القضاة أيحل ذلك؟ قال: من تحاكم إليهم في حق أو باطل فإنما تحاكم إلى الطاغوت، وما يحكم له فإنما يأخذ سحتا، وإن كان حقا ثابتا له، لأنه أخذه بحكم الطاغوت، وقد أمر الله أن يكفر به قال الله تعالى: يريدون أن يتحاكموا إلى الطاغوت وقد أمروا أن يكفروا به قلت: فكيف يصنعان؟ قال: ينظران إلى من كان منكم ممن قد روى حديثنا ونظر في حلالنا وحرامنا وعرف أحكامنا فليرضوا به حكما فإني قد جعلته عليكم حاكما فإذا حكم بحكمنا فلم يقبله منه فإنما استخف بحكم الله وعلينا رد والراد علينا الراد على الله وهو على حد الشرك بالله. قلت: فإن كان كل رجل اختار رجلا من أصحابنا فرضيا أن يكونا الناظرين في حقهما، واختلفا فيما حكما وكلاهما اختلفا في حديثكم؟ قال: الحكم ما حكم به أعدلهما وأفقههما وأصدقهما في الحديث وأورعهما ولا يلتفت إلى ما يحكم به الآخر، قال: قلت: فإنهما عدلان مرضيان عند أصحابنا لا يفضل واحد منهما على الآخر؟ قال: فقال: ينظر إلى ما كان من روايتهم عنا في ذلك الذي حكما به المجمع عليه من أصحابك فيؤخذ به من حكمنا ويترك الشاذ الذي ليس بمشهور عند أصحابك فإن المجمع عليه لا ريب فيه، وإنما الأمور ثلاثة: أمر بين رشده فيتبع، وأمر بين غيه فيجتنب، وأمر مشكل يرد علمه إلى الله وإلى رسوله، قال رسول الله صلى الله عليه وآله: حلال بين وحرام بين وشبهات بين ذلك، فمن ترك الشبهات نجا من المحرمات ومن أخذ بالشبهات ارتكب المحرمات وهلك من حيث لا يعلم. قلت: فإن كان الخبران عنكما مشهورين قد رواهما الثقات عنكم؟ قال: ينظر فما وافق حكمه حكم الكتاب والسنة وخالف العامة فيؤخذ به ويترك ما خالف حكمه حكم الكتاب والسنة ووافق العامة، قلت: جعلت فداك أرأيت إن كان الفقيهان عرفا حكمه من الكتاب والسنة ووجدنا أحد الخبرين موافقا للعامة والآخر مخالفا لهم بأي الخبرين يؤخذ؟ قال: ما خالف العامة ففيه الرشاد. فقلت: جعلت فداك فإن وافقهما الخبران جميعا. قال: ينظر إلى ما هم إليه أميل، حكامهم وقضاتهم فيترك ويؤخذ بالآخر. قلت: فإن وافق حكامهم الخبرين جميعا؟ قال: إذا كان ذلك فارجه حتى تلقى إمامك فإن الوقوف عند الشبهات خير من الاقتحام في الهلكات

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