Pflicht zur Behutsamkeit

Mas’adah Ibn Sadaqah berichtete, dass Imam As-Sadiq (a.) gefragt wurde: „Wie verhält es sich mit dem Glauben von jenem, dessen Recht und Bruderschaft uns als Pflicht auferlegt ist? Wie ist er und wodurch wird er bestätigt und wodurch wird er ungültig?” Er sprach: „Der Glaube nimmt zwei Gesichtspunkte ein. Einer von beiden ist das, was für dich äußerlich (Zahir) von deinem Gefährten zum Vorschein kommt. Wenn dir von ihm äußerlich (Zahir) ähnliches zum Vorschein kommt wie das, woran auch du glaubst, dann hat er wahrhaftig die Nähe (Wilayah) und Bruderschaft inne, es sei denn, von ihm geht das Gegenteilige von dem aus, womit er sich beschrieb und dir äußerlich (Zahir) zum Vorschein brachte. Wenn also etwas von ihm ausgeht, was das Gegenteilige von dem beweist, was er dir äußerlich (Zahir) zum Vorschein brachte, dann tritt er bei dir von dem aus, was er sich zuschrieb und dir äußerlich (Zahir) zum Vorschein brachte (Wilayah) und ist das Gegenteil von dem, was er dir äußerlich (Zahir) zum Vorschein brachte, es sei denn, er behauptet, dass er dies aus Behutsamkeit (Taqiyyah) heraus tat, doch auch wenn er das behauptet, so schaut man sich seinen Fall an. Wenn die Bedingungen nicht erfüllt sind, welche die Behutsamkeit (Taqiyyah) ermöglichen, dann wird es nicht von ihm akzeptiert, denn für die Behutsamkeit (Taqiyyah) gibt es Plätze. Wer sie außerhalb ihrer Plätze missbraucht, für den ist sie nicht rechtens und als Erklärung dessen, worin man sich der Beutsamkeit (Taqiyyah) bedient, dient das Beispiel von Leuten, deren Urteil offenkundig böse ist und deren Handlung nicht dem richtigen Urteil entspricht. Daher sind alle Dinge, die der Gläubige zwischen den tyrannischen Leuten an diesem Platz der Behutsamkeit (Taqiyyah) tut und die Religion nicht verdirbt, erlaubt.” [Al-Kafi von Al-Kulaini, Band 2, Seite 168, Hadith 1]
علي بن إبراهيم، عن هارون بن مسلم، عن مسعدة بن صدقة قال: سمعت أبا عبد الله عليه السلام يقول وسئل عن إيمان من يلزمنا حقه واخوته كيف هو وبما يثبت وبما يبطل؟ فقال: إن الايمان قد يتخذ على وجهين أما أحدهما فهو الذي يظهر لك من صاحبك فإذا ظهر لك منه مثل الذي تقول به أنت، حقت ولايته واخوته إلا أن يجيئ منه نقض للذي وصف من نفسه وأظهره لك، فإن جاء منه ما تستدل به على نقض الذي أظهر لك، خرج عندك مما وصف لك وأظهر، وكان لما أظهر لك ناقضا إلا أن يدعي أنه إنما عمل ذلك تقية ومع ذلك ينظر فيه فإن كان ليس مما يمكن أن تكون التقية في مثله لم يقبل منه ذلك، لان للتقية مواضع، من أزالها عن مواضعها لم تستقم له وتفسير ما يتقى مثل أن يكون قوم سوء ظاهر حكمهم وفعلهم على غير حكم الحق وفعله فكل شئ يعمل المؤمن بينهم لمكان التقية مما لا يؤدي إلى الفساد في الدين فإنه جائز
Ali Ibn Abi Talib (a.) berichtete, dass der Prophet Muhammad (s.) sagte: „Behutsamkeit (Taqiyyah) ist von Gottes Religion und für denjenigen gibt es keine Religion, für den es keine Behutsamkeit gibt. Bei Gott, gebe es keine Behutsamkeit, dann hätte man Gott bei der Wende zugunsten des Teufels im Lande nicht gedient.” Man fragte ihn: „Was ist die Wende (Dawlah) zugunsten des Teufels?” Er sprach: „Wenn ein fehlleitender Imam der Nächste (Wali) zu den Menschen wurde, ist es die Wende zugunsten des Teufels gegen Adam (a.) und wenn ein rechtleitender Imam der Nächste (Wali) zu den Menschen wurde, ist es die Wende zugunsten Adams (a.) gegen den Teufel.” Hierauf flüsterte Ali (a.) Ammar und Muhammad Ibn Abi Bakr zu, während ich es hörte: „Seitdem euer Prophet (s.) verstarb, war ich stets deswegen der Wende (Dawlah) zugunsten des Teufels ausgesetzt, weil ihr von mir abgelassen habt und einem anderen als mir gefolgt seid.” [Kitab Sulaim von Al-Hilali, Seite 416]
عن الحسن البصري عن الإمام علي عليه السلام قال: قال رسول الله صلى الله عليه وآله: إن التقية من دين الله، ولا دين لمن لا تقية له. والله لو لا التقية ما عبد الله في الأرض في دولة إبليس فقال له رجل: وما دولة إبليس ؟ قال عليه السلام إذا ولى الناس إمام ضلالة فهي دولة إبليس على آدم، وإذا وليهم إمام هدى فهي دولة آدم على إبليس ثم همس إلى عمار ومحمد بن أبي بكر همسة وأنا أسمع فقال: ما زلتم منذ قبض نبيكم في دولة إبليس بترككم إياي واتباعكم غيري
Husain Ibn Ali (a.) berichtete, dass Imam Ali (a.) sagte: „Die Behutsamkeit (Taqiyyah) ist meine Religion und die Religion der Leute meines Hauses.” [Al-Mustadrak von An-Nuri, Band 12, Seite 252, Hadith 14030]
الجعفريات: بإسناده عن جعفر بن محمد، عن أبيه، عن جده علي بن الحسين، عن أبيه، عن علي بن أبي طالب عليهم السلام، قال: التقية ديني ودين أهل بيتي
Hasan Al-Askari (a.) berichtete, dass Imam Al-Baqir (a.) sagte: „Die vornehmste der Wesensarten der Imame und der Tugendhaften unserer Anhänger besteht in der Anwendung der Behutsamkeit (Taqiyyah) und der Selbstdisziplinierung durch den Einhalt der Privilegien der Geschwister.” [Al-Wasa’il von Al-Amili, Band 16, Seite 223, Hadith 21415]
الحسن بن علي العسكري عليهما السلام عن محمد بن علي الباقر عليهما السلام قال: أشرف أخلاق الأئمة والفاضلين من شيعتنا استعمال التقية، وأخذ النفس بحقوق الاخوان
Muhammad Ibn Mas’ud berichtete, dass Imam As-Sadiq (a.) sagte: „Wer es pflegte an Gott und den Jüngsten Tag zu glauben, der spricht bei der Wende (Dawlah) zugunsten der Falschheit nicht, außer mit Behutsamkeit (Taqiyyah).” [Mishkat-ul-Anwar von At-Tabarsi, Seite 90] 
عن محمد بن مسعود عن جعفر بن محمد الصادق عليما السلام قال: من كان يؤمن بالله واليوم الآخر فلا يتكلم في دولة الباطل إلا بالتقية
Muhammad Ibn Husain berichtete, dass Imam Al-Askari (a.) über den Vers: »Euer Gott ist ein einziger Gott, es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Erbarmer, dem Barmherzigen.« (2:163) Sagte:: „Er erbarmt Sich Seinen gläubigen Dienern unter den Anhängern der Familie von Muhammad (s.) und schafft ihnen Freiraum bis hin zur Behutsamkeit (Taqiyyah). Sie veröffentlichen die Nähe zu den Nahestehenden Gottes und ihre Feindschaft zu Seinen Feinden, wenn sie dazu fähig sind und sie verbergen, wenn sie unfähig sind.” [Al-Wasa’il von Al-Amili, Band 16, Seite 224, Hadith 12]
عن محمد بن الحسين عن الإمام العسكري عليه السلام في قوله تعالى وإلهكم إله واحد لا إله إلا هو الرحمن الرحيم قال: الرحيم بعباده المؤمنين من شيعة آل محمد، وسع لهم في التقية يجاهرون باظهار موالاة أولياء الله، ومعاداة أعدائه إذا قدروا، ويسرون بها إذا عجزوا
Abu Umar Al-A’jami berichtete, dass Imam As-Sadiq (a.) zu ihm sagte: „O Abu Umar, neun Zehntel der Religion ist in Behutsamkeit (Taqiyyah) und derjenige hat keine Religion, der keine Behutsamkeit (Taqiyyah) hat und die Behutsamkeit (Taqiyyah) ist in allen Dingen außer in Wein und dem Streichen über die Ledersocken.” [Al-Kafi von Al-Kulaini, Band 2, Seite 217, Hadith 2]
ابن أبي عمير، عن هشام بن سالم، عن أبي عمر الأعجمي قال: قال لي أبو عبد الله عليه السلام: يا أبا عمر إن تسعة أعشار الدين في التقية ولا دين لمن لا تقية له والتقية في كل شئ إلا في النبيذ والمسح على الخفين
Muhammad Ibn Ali berichtete, dass Imam As-Sadiq (a.) sagte: „Wenn du sagen würdest, dass jener, der die Behutsamkeit (Taqiyyah) unterlässt, wie jener ist, der das Gebet unterlässt, dann hättest du recht. Die Behutsamkeit (Taqiyyah) ist in allen Dingen, bis es zum Blut kommt, denn wenn es zum Blut kommt, dann gibt es keine Behutsamkeit (Taqiyyah).” [Al-Mustadrak von An-Nuri, Band 12, Seite 274, Hadith 14083]
عن محمد بن علي عن جعفر بن محمد الصادق عليهما السلام قال: لو قلت إن تارك التقية كتارك الصلاة لكنت صادقا، والتقية في كل شئ حتى يبلغ الدم، فإذا بلغ الدم فلا تقية
Muhammad Ibn Muslim berichtete, dass Imam Al-Baqir (a.) sagte: „Die Behutsamkeit (Taqiyyah) wurde dazu eingerichtet, das Blut durch sie zu bewahren. Wenn es aber zum Blut kommt, dann gibt es keine Behutsamkeit (Taqiyyah).” [Al-Wasa’il von Al-Amili, Band 16, Seite 234, Hadith 1]
محمد بن يعقوب، عن أبي علي الأشعري، عن محمد بن عبد الجبار، عن صفوان عن شعيب الحداد، عن محمد بن مسلم، عن أبي جعفر عليه السلام قال: إنما جعلت التقية ليحقن بها الدم، فإذا بلغ الدم فليس تقية
Ahmad Ibn Muhammad berichtete, dass Ma’mar Ibn Khallad sagte: „Ich befragte Abu l-Hasan (Al-Kazim) nach der Auflehnung (Qiyam) gegen den Machthaber, woraufhin er sagte, dass Abu Ja’far (Al-Baqir) sagte: »Die Behutsamkeit (Taqiyyah) ist von meiner Religion und von der Religion meiner Väter. Jener hat keinen Glauben (Iman), der keine Behutsamkeit (Taqiyyah) hat.«” [Al-Bihar von Al-Majlisi, Band 72, Seite 431, Hadith 92]
الكافي: عن محمد بن يحيى، عن أحمد بن محمد، عن معمر بن خلاد قال: سألت أبا الحسن عليه السلام عن القيام للولاة فقال: قال أبو جعفر عليه السلام: التقية من ديني ودين آبائي، ولا إيمان لمن لا تقية له
Muhammad Ibn Isma’il berichtete, dass Imam Ar-Rida (a.) sagte: „Bei Gott ist der geehrteste von euch jener, der sich am meisten hütet und jener, der von euch am tätigsten der Behutsamkeit (Taqiyyah) nachgeht.” Daraufhin sprach man: „O Sohn des Gesandten Gottes, bis wann?” Er sprach: „Bis zum Tag der bekannten Zeit, welcher der Tag ist, an dem unser Aufständischer (Qa’im) hinauszieht. Wer also die Behutsamkeit (Taqiyyah) unterlässt, bevor unser Aufständischer (Qa’im) hinauszieht, der ist nicht von uns.” [Mizan-ul-Hikmah von Ar-Raishahri, Band 1, Seite 181]
عن محمد بن إسماعيل عن علي بن موسى الرضا عليهما السلام قال: إن أكرمكم عند الله أتقاكم وأعملكم بالتقية، فقيل له: يا بن رسول الله إلى متى؟ قال: إلى يوم الوقت المعلوم، وهو يوم خروج قائمنا، فمن ترك التقية قبل خروج قائمنا فليس منا

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