Methode von Al-Mufid

Frage:

Wie ging der bekannte Gelehrte Al-Mufid mit Überlieferungen um?

Antwort:

Abu Abdillah Al-Mufid schreibt:

„Es wird authentisch (Sahih) von der Familie von Muhammad (s.) berichtet, dass die Taten der Gottesdiener keine Schöpfung Gottes sind und für das, was Abu Ja’far (As-Saduq) erwähnte, Gott sei ihm gnädig, brachte er eine Überlieferung, die nicht gebräuchlich ist und keine zufriedenstellenden Überlieferungsketten aufweist und die Berichte, welche authentisch (Sahih) sind, besagen das Gegenteil davon.” [Tashih-ul-I’tiqadat, Seite 42]

الصحيح عن آل محمد صلى الله عليه وآله وسلم أن أفعال العباد غير مخلوقة لله تعالى والذي ذكره أبو جعفر رحمه الله قد جاء به حديث غير معمول به ولا مرضي الاسناد والاخبار الصحيحة بخلافه

„Durch das, was Abu Ja’far (As-Saduq) erwähnte, Gott sei ihm gnädig, wird kein Ergebnis erzielt und die Bedeutungen dessen unterscheiden und widersprechen sich. Der Grund dafür liegt darin, dass er den äußeren Wortlaut der unterschiedlichen Überlieferungen befolgte und nicht zu denen gehörte, die das Schauen beachten, sodass er zwischen dem Richtigen und Falschen davon differenziert. Er befolgte das, was den Beweis mit sich bringt und wer sich in seiner Schule auf die unterschiedlichen Aussagen und die Nachahmung (Taqlid) der Erzähler verlässt, dessen Zustand ist in der Schwäche, die wir beschrieben haben.” [Tashih-ul-I’tiqadat, Seite 49]

الذي ذكره الشيخ أبو جعفر رحمه الله في هذا الباب لا يتحصل ومعانيه تختلف وتتناقض والسبب في ذلك أنه عمل على ظواهر الاحاديث المختلفة ولم يكن ممن يرى النظر فيميز بين الحق منها والباطل ويعمل على ما يوجب الحجة ومن عول في مذهبه على الاقاويل المختلفة وتقليد الرواة كانت حاله في الضعف ما وصفناه

„In dieser Hinsicht stützte sich Abu Ja’far (As-Saduq), Gott sei ihm gnädig, auf seltsame Überlieferungen, die Gesichtspunkte haben, welche die Gelehrten kennen, sobald sich ihre Kette als authentisch (Sahih) und bestätigt herausstellt, doch er traf darüber keine erzielende Aussage und er hätte, als er für die Vorhersehung keine Bedeutung kannte, das Reden darüber vermeiden sollen und die Vorhersehung ist von der Sprache her bekannt und hat ebenso Zeugnisse im Qur’an.” [Tashih-ul-I’tiqadat, Seite 54]

عول أبو جعفر رحمه الله في هذا الباب على أحاديث شواذ لها وجوه يعرفها العلماء متى صحت وثبت إسنادها ولم يقل فيه قولا محصلا وقد كان ينبغي له لما لم يكن يعرف للقضاء معنى أن يهمل الكلام فيه والقضاء معروف في اللغة وعليه شواهد من القرآن

„Die Überlieferungen, die über die Eigenschaft der Engel berichtet werden, dass sie den Thron tragen, sind einzelne Überlieferungen (Ahad) und für sich allein stehende Erzählungen, bei denen es weder zulässig ist, Gewissheit daraus zu ziehen, noch sie zu befolgen und die (richtige) Ansicht besteht darin, sich bei ihnen zurückzuhalten.” [Tashih-ul-I’tiqadat, Seite 78]

والاحاديث التي رويت في صفة الملائكة الحاملين للعرش أحاديث آحاد وروايات أفراد لا يجوز القطع بها ولا العمل عليها والوجه الوقوف عندها

„Unsere Gefährten, die sich auf die Berichte beziehen, sind Gefährten von Zuversicht, abwegiger Mentalität und geringem Scharfsinn. Sie schauen bei ihren Gesichtspunkten vorbei, in dem, was sie von den Überlieferungen hören und sie schauen nicht auf ihre Kette und sie differenzieren nicht zwischen ihrem Richtigen und Falschen und sie verstehen nicht, was zu ihnen in ihrer Bestätigung herantritt und sie erzielen nicht die Bedeutungen dessen, was sie davon trennen und was an Überlieferung in dieser Hinsicht als authentisch befunden wurde, besteht darin, dass die Geister nach dem Tod der Körper von zweierlei Gruppen sind: Unter ihnen ist jener, der zur Belohnung und Bestrafung einkehrt und unter ihnen ist jener, der verloren geht, sodass er weder eine Belohnung noch eine Bestrafung bemerkt.” [Tashih-ul-I’tiqadat, Seite 88]

لكن أصحابنا المتعلقين بالاخبار أصحاب سلامة وبعد ذهن وقلة فطنة يمرون على وجوههم فيما سمعوه من الاحاديث ولا ينظرون في سندها ولا يفرقون بين حقها وباطلها ولا يفهمون ما يدخل عليهم في إثباتها، ولا يحصلون معاني ما يطلقونه منها والذي ثبت من الحديث في هذا الباب أن الارواح بعد موت الاجساد على ضربين منها ما ينقل إلى الثواب والعقاب، ومنها ما يبطل فلا يشعر بثواب ولا عقاب

„Abu Ja’far (As-Saduq), Gott sei ihm gnädig, brachte für das, was er über die Tafel und den Stift erwähnte und darin bestätigt ist, eine Überlieferung, doch wir legen uns nicht auf die Aussage darüber fest und wir behelligen Gott nicht mit der Richtigkeit davon und wir legen über nichts davon ein Zeugnis ab, außer über das, worüber wir Kenntnis besitzen, denn weder ist der Bericht mehrfach und ununterbrochen (Mutawatir) überliefert worden, was eine Entschuldigung herausschneidet, noch herrscht darüber ein Konsens, noch spricht der Qur’an darüber, noch ist es über den Beweis Gottes bestätigt worden, sodass man sich ihm fügt. Die (richtige) Ansicht besteht darin, dass wir uns dabei zurückhalten und Raum dafür lassen und keine Sicherheit daraus ziehen und keine Gewissheit daüber hegen und es im Rahmen des Möglichen platzieren. Was die Sicherheit von Abu Ja’far (Saduq) darüber betrifft und seine Unterrichtung über seine Glaubensüberzeugung daran, so stützt er sich auf eine Art von Nachahmung (Taqlid) und wir haben mit der Nachahmung (Taqlid) nichts zu tun.” [Tashih-ul-I’tiqadat, Seite 122]

والذي ذكره أبو جعفر رحمه الله من اللوح والقلم وما ثبت فيه فقد جاء به حديث، إلا أنا لا نعزم على القول به، ولا نقطع على الله بصحته، ولا نشهد منه إلا بما علمناه  وليس الخبر به متواترا يقطع العذر ولا عليه إجماع، ولا نطق به القرآن، ولا ثبت عن حجة الله تعالى فينقاد له والوجه أن نقف فيه ونجوزه ولا نقطع به ولا نجزم له ونجعله في حيز الممكن. فأما قطع أبي جعفر به وعلمه على اعتقاده فهو يستند إلى ضرب من التقليد، ولسنا من التقليد في شئ

„Jene Ansicht, die Abu Ja’far (As-Saduq) vertrat, basiert auf einer einzigen Überlieferung, die weder vom Wissen noch von der Befolgung her verbindlich ist und die Herabsendung des Qur’an aus bestehenden Gründen von Lage zu Lage beweist das Gegenteil von dem, was die Überlieferung beinhaltet.” [Tashih-ul-I’tiqadat, Seite 123]

الذي ذهب إليه أبو جعفر في هذا الباب أصله حديث واحد لا يوجب علما ولا عملا ونزول القرآن على الاسباب الحادثة حالا بحال يدل على خلاف ما تضمنه الحديث

„Wenn wir auf eine Überlieferung stoßen, die von zehn Gefährten der Imame (a.) berichtet wird, wobei eine andere Überlieferung dieser in ihrem Wortlaut und ihrer Bedeutung widerspricht und die Vereinbarung der beiden auf jeden Fall nicht gültig ist und zwei oder drei sie berichteten, dann ziehen wir das Urteil mit jenem, das von den zehn und was deren Anzahl gleicht, berichtet wurde, der Überlieferung vor, die zwei oder drei berichteten und deuten das, was die wenigen berichteten, als in Not (Taqiyyah) geäußert oder als Täuschung ihres Überlieferers.” [Tashih-ul-I’tiqadat, Seite 148]

وإذا وجدنا حديثا يرويه عشرة من أصحاب الائمة عليهم السلام يخالفه حديث آخر في لفظه ومعناه ولا يصح الجمع بينهما على حال رواه إثنان أو ثلاثة، قضينا بما رواه العشرة ونحوهم على الحديث الذي رواه الاثنان أو الثلاثة، وحملنا ما رواه القليل على وجه التقية أو توهم ناقله

„Sobald wir auf eine Überlieferung stoßen, die dem Buch Gottes widerspricht und dessen Übereinstimmung mit ihm auf jeden Fall nicht gültig ist, verwerfen wir sie wegen dem Urteil durch das Buch Gottes und Konsens der Imame (a.) darüber.” [Tashih-ul-I’tiqadat, Seite 149]

ومتى وجدنا حديثا يخالفه الكتاب ولا يصح وفاقه له على حال أطرحناه، لقضاء الكتاب بذلك وإجماع الائمة عليهم السلام عليه

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