Ali verbietet das Verfluchen?

Frage:
Jemand behauptet, Imam Ali (a.) habe das öffentliche Verfluchen zur Sünde erklärt [hier!]Worum geht es tatsächlich in dem angesprochenen Bericht?
Antwort:
Harith Ibn Hasirah berichtete, dass Abdullah Ibn Sharik sagte: Hajar Ibn Adi und Amr Ibn Hamiq zogen ins Feld, während sie die Lossagung und Verfluchung von den Leuten der Levante kundtaten. Daraufhin ließ Ali (a.) den beiden eine Nachricht zukommen: „Unterlasst das, was zu mir über euch vordrang.” Da traten sie vor ihn und sprachen: „O Befehlshaber der Gläubigen, haben wir beide nicht Recht?” Er sprach: „Doch.” Liegen sie nicht falsch?” Er sprach: „Doch.” Die beiden sprachen: „Warum hast du uns dann ihre Schmähung untersagt?” Er sprach: „Mir ist es für euch zuwider, dass ihr etlich schmähende, verfluchende und lossagende seid, aber wenn ihr ihre schlechten Handlungen beschreibt, worauf ihr sprecht: »Sie haben sich so und so verhalten und ihre Handlungen sind so und so.« Dann wäre das eine angemessenere Aussage und am vortrefflichsten zu rechtfertigen und würdet ihr statt ihrer Verfluchung und der Lossagung von ihnen sprechen: »Gott, bewahre ihr und unser Blut vor dem Vergießen und stifte zwischen ihnen und uns Frieden und führe sie aus ihrem Irrtum hinaus, damit jener von ihnen die Wahrheit erkennt, der sie nicht erkannte und sich derjenige von ihnen vom Irrweg und der Feindschaft abwendet, der diesen zugeneigt war.« Dann wäre mir das lieber und besser für euch.” Da sprachen die beiden: „O Befehlshaber der Gläubigen, wir akzeptieren deine Ermahnung und lassen uns durch deine Disziplinierung zügeln.” [Al-Mustadrak von An-Nuri, Band 12 Seite 306 – 307 Hadith 3]
نصر بن مزاحم في كتاب صفين عن عمر بن سعد، عن عبد الرحمن، عن الحارث بن حصيرة، عن عبد الله بن شريك، قال: خرج حجر ابن عدي وعمرو بن الحمق يظهران البراءة واللعن من أهل الشام، فأرسل إليهما علي عليه السلام: ان كفا عما يبلغني عنكما فأتياه فقالا: يا أمير المؤمنين، السنا محقين؟ قال: بلى قالا: أو ليسوا مبطلين؟ قال: بلى قالا: فلم منعتنا عن شمتهم؟ قال: كرهت لكم ان تكونوا لعانين شتامين يشهدون ويتبرؤون، ولكن لو وصفتم مساوئ اعمالهم، فقلتم: من سيرتهم كذا وكذا، ومن عملهم كذا وكذا، كان أصوب في القول وأبلغ في العذر وقلتم مكان لعنكم إياهم وبراءتكم منهم: اللهم احقن دماءنا ودماءهم، وأصلح ذات بيننا وبينهم، واهدهم من ضلالتهم، حتى يعرف الحق منهم من جهله، ويرعوي عن الغي والعدوان من لهج به كان هذا أحب إلي وخيرا لكم فقالا: يا أمير المؤمنين، نقبل عظتك ونتأدب بأدبك
Zusammenfassung:
  1. Die Personen sind laut dem Imam (a.) im Recht
  2. Der Imam (a.) erklärt ihre Handlung nicht für verboten (Haram)
  3. Sondern sie ist ihm zuwider (Makruh)
  4. Es ist ihm lieber (Mahbub), wenn sie es lassen
  5. Es ist weder von einer Sünde (Dhanb) noch von Verbot (Haram) die Rede
  6. Der Imam (a.) selbst verflucht [hier!]

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