Nasir Makarim Ash-Shirazi über Nachahmung (Taqlid)

Frage:

Was sagt der Gelehrte Makarim Shirazi über Nachahmung in Glaubensdingen?

Antwort:

Nasir Makarim Ash-Shirazi schreibt: „Einige Exegeten berichten eine Aussage von Imam As-Sadiq (a.) zur Erklärung dieses Verses (2:78), welche eine Überlieferung ist, die wichtige Hinweise enthält. Ein Mann sprach zu Imam As-Sadiq (a.): »Wenn die gewöhnlichen Juden nichts vom Buch kannten außer dem, was sie von ihren Gelehrten hörten, wobei es für sie keinen anderen Weg gab, wie verdammte Er sie dann für ihre Nachahmung (Taqlid) und Annahme von ihren Gelehrten? Sind die gewöhnlichen Leute der Juden nicht genau so wie die gewöhnlichen Leute von uns, die ihre Gelehrten nachahmen?« Bis der Imam (a.) sprach: »Zwischen unseren gewöhnlichen Leuten den gewöhnlichen Juden gibt es einen Unterschied in einer Hinsicht und eine Gemeinsamkeit in anderer Hinsicht. Hinsichtlich ihrer Gemeinsamkeit verdammte Gott unsere gewöhnlichen Leute genau so für ihre Nachahmung (Taqlid) ihrer Gelehrten wie Er ihre gewöhnlichen Leute verdammte und hinsichtlich ihres Unterschiedes erkannten die Juden an ihren Gelehrten die deutliche Lüge, den Verzehr des Verbotenen, die Korruption und die Verfälschung von Urteilen und sie wurden durch die Erkenntnis ihrer Herzen dazu gebracht, dass jener, der das verübt, ein Frevler ist, bei dem es nicht erlaubt ist, sich von Gott und den Vermittlern zwischen der Schöpfung und Gott als bestätigt vorzufinden. Daher verdammte Er sie und genau so unsere gewöhnlichen Leute, wenn sie an ihren Gelehrten den offenkundigen Frevel erkennen und den starken Fanatismus und erbitterten Konflikt um die Überreste dieser Welt und ihr Verbotenes. Wer also jene wie diese nachahmt, der ist wie die Juden, die Gott für die Nachahmung (Taqlid) ihrer frevelhaften Gelehrten verdammte. Was jenen von den Verstehenden (Fuqaha‘) angeht, der sich selbst zügelnd, seine Religion bewahrend, sich seiner Neigung widersetzend und dem Befehl seines Herrn gehorsam war, so steht es den gewöhnlichen Leuten zu, ihn nachzuahmen und das sind nur einige Verstehende (Fuqaha‘) unserer Anhänger und nicht alle. Wer also etwas von den Abscheulichkeiten und Schändlichkeiten verübt, welche die Gelehrten von jenen begehen, die nicht zu unseren Anhängern gehören (Ammah), von denen nehmt nichts über uns an und ebenso keine Wertschätzung. In dem, was man von uns Leuten des Hauses nimmt, gibt es deshalb viel Vermischung, weil die Frevler von uns nehmen und es daraufhin durch den Gewahrsam davon aufgrund ihrer Unwissenheit verfälschen und es wegen ihrem Mangel an Kenntnis die Dinge nicht gemäß ihrem Gesichtspunkt auslegen und andere lügen absichtlich über uns.« Es ist klar, dass diese Überlieferung nicht von der Nachahmung (Taqlid) in gottesdienstlichen Rechtsurteilen spricht. Viel eher weist sie auf das Befolgen der Gelehrten hinsichtlich dem Erwerb der Grundsätze des Glaubens (Usul-ud-Din) hin, denn die Überlieferung behandelt die Erkenntnis über den Propheten und diese Erkenntnis gehört zu den Grundsätzen des Glaubens (Usul-ud-Din) und darin ist gottesdienstliche Nachahmung (Taqlid) nicht zulässig.” [Al-Amthal Fi Tafsir Kitabillah Al-Munzal, Band 1 Seite 229 – 230]

قال الشيخ ناصر مكارم الشيرازي: وقد أورد بعض المفسرين حديثا عن الإمام الصادق عليه السلام في تفسير هذه الآية حديث فيه ملاحظات هامة: قال رجل للصادق عليه السلام: إذا كان هؤلاء العوام من اليهود لا يعرفون الكتاب إلا بما يسمعونه من علمائهم، فكيف ذمهم بتقليدهم والقبول من علمائهم؟ وهل عوام اليهود إلا كعوامنا، يقلدون علماءهم إلى أن قال فقال عليه السلام: بين عوامنا وعوام اليهود فرق من جهة، وتسوية من جهة، أما من حيث الاستواء فإن الله ذم عوامنا بتقليدهم علماءهم، كما ذم عوامهم، وأما من حيث افترقوا فإن عوام اليهود كانوا قد عرفوا علماءهم بالكذب الصراح، وأكل الحرام، والرشاء وتغيير الأحكام، واضطروا بقلوبهم إلى أن من فعل ذلك فهو فاسق، لا يجوز أن يصدق على الله، ولا على الوسائط بين الخلق وبين الله، فلذلك ذمهم، وكذلك عوامنا إذا عرفوا من علمائهم الفسق الظاهر، والعصبية الشديدة، والتكالب على الدنيا وحرامها، فمن قلد مثل هؤلاء فهو مثل اليهود الذين ذمهم الله بالتقليد لفسقة علمائهم، فأما من كان من الفقهاء صائنا لنفسه، حافظا لدينه، مخالفا على هواه، مطيعا لأمر مولاه، فللعوام أن يقلدوه، وذلك لا يكون إلا بعض فقهاء الشيعة لا كلهم، فإن من ركب من القبائح والفواحش مراكب علماء العامة، فلا تقبلوا منهم عنا شيئا، ولا كرامة، وإنما كثر التخليط فيما يتحمل عنا أهل البيت لذلك، لأن الفسقة يتحملون عنا فيحرفونه بأسره لجهلهم، ويضعون الأشياء على غير وجهها لقلة معرفتهم وآخرون يتعمدون الكذب علينا (فقال الشيخ) واضح أن هذا الحديث لا يدور حول التقليد التعبدي في الأحكام، بل يشير إلى اتباع العلماء من أجل تعلم أصول الدين، لأن الحديث يتناول معرفة النبي وهذه المعرفة من أصول الدين ولا يجوز فيها التقليد التعبدي

al-Amthal fi tafsir Kitabillah il-Munzal B 1 S 229 - 230

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