Mangel an Wasser und Erde?

Frage:

Ist man zum Gebet ohne eine Möglichkeit der Reinigung verpflichtet?

Antwort:

Ash-Sharif Al-Murtada schreibt: „Wer weder Wasser noch reine Erde fand, der muss ohne Reinigung beten und wer Erde findet, nachdem die Gebetszeit abgelaufen ist, der muss es nicht wiederholen? Unseren Gefährten liegt über diese Sache kein klarer Text vor und es steht für mich fest, dass man das Gebet nicht verrichten muss, wenn man weder Wasser noch reine Erde findet und wenn man dann Zugang zu Wasser oder reiner Erde fand, das Gebet nachholt, auch wenn die Zeit bereits entwichen ist und das ist die Haltung von Abu Hanifah und in einigen Überlieferungen von Muhammad und in einer anderen Überlieferung von ihm steht: »Er betet und holt es nach.« Ash-Shafi’i und Abu Yusuf sagten: »Er betet ohne sich zu reinigen. Danach holt er es nach.« Der Beweis für die Richtigkeit von dem, wofür wir uns entschieden haben, ist der Vers: »Nähert euch nicht dem Gebet, während ihr betrunken seid, bis ihr wisst, was ihr sagt und ebenso nicht im Zustand der Meidung, außer ihr geht am Weg vorbei, bis ihr euch gewaschen habt.« (4:43) Daher wurde das Verrichten des Gebetes im Zustand der Meidung (Janabah) verboten, außer nach der Waschung und ebenso gibt es die Aussage des Propheten (s.): »Gott akzeptiert kein Gebet ohne Reinigung.« Wobei die Reinigung entweder mit vorhandenem Wasser oder mit Erde erfolgt, wenn dieses abhanden kommt, doch stehen beide zusammen nicht zur Verfügung, dann führt es unweigerlich dazu, dass man kein Gebet hat und der Gegner sollte nicht den Vers bringen: »Verrichte das Gebet beim Neigen der Sonne.« (17:78) Oder: »Verrichte das Gebet an den beiden Enden des Tages.« (11:114) Denn Gott befahl uns lediglich, das Gebet zu verrichten, wobei dies kein Gebet ist, denn es es hat keine Reinigung und bringt ihm nicht die Bezeichnung ein.” [An-Nasiriyyat, Seite 161 – 162]

قال الشريف المرتضى: ومن لم يجد ماء ولا ترابا نظيفا، وجب عليه أن يصلي بغير طهارة فإن وجد الماء والتراب بعد مضي وقتها، فلا إعادة عليه وليس لأصحابنا في هذه المسألة نص صريح، ويقوى في نفسي أنه إذا لم يجد ماء ولا ترابا نظيفا فإن الصلاة لا تجب عليه، وإذا تمكن من الماء أو من التراب النظيف قضى الصلاة وإن كان الوقت قد خرج، وهو مذهب أبي حنيفة، وفي بعض الروايات عن محمد وفي رواية أخرى عنه: أنه يصلي ويعيد وقال الشافعي وأبو يوسف: يصلي بغير طهارة ثم يقضي الدليل على صحة ما اخترناه: قوله تعالى: ولا تقربوا الصلاة وأنتم سكارى حتى تعلموا ما تقولون ولا جنبا إلا عابري سبيل حتى تغتسلوا فمنع من فعل الصلاة مع الجنابة إلا بعد الاغتسال. وأيضا قوله عليه السلام: لا يقبل الله صلاة بغير طهور والطهور هو الماء عند وجوده، والتراب عند فقده، وقد عدمهما جميعا فوجب أن لا تكون له صلاة. وليس للمخالف أن يتعلق بقوله تعالى: أقم الصلاة لدلوك الشمس إلى قوله تعالى: أقم الصلاة طرفي النهار لأنه تعالى إنما أمرنا بإقامة الصلاة، وهذه ليست بصلاة لأنها بغير طهارة ولا يتناولها الاسم

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