Al-Mufid erklärt seinen Lehrer zum Nachahmenden (Muqallid) und widerlegt die Propaganda, Nachahmung (Taqlid) sei Pflicht

Muhammad Ibn Muhammad Al-Mufid schreibt:
فأما الوحي من الله تعالى إلى نبيه صلى الله عليه وآله وسلم فقد كان تارة بإسماعه الكلام من غير واسطة وتارة بإسماعه الكلام على ألسن الملائكة والذي ذكره أبو جعفر رحمه الله من اللوح والقلم وما ثبت فيه فقد جاء به حديث، إلا أنا لا نعزم على القول به ولا نقطع على الله بصحته ولا نشهد منه إلا بما علمناه وليس الخبر به متواترا يقطع العذر ولا عليه إجماع ولا نطق به القرآن ولا ثبت عن حجة الله تعالى فينقاد له والوجه أن نقف فيه ونجوزه ولا نقطع به ولا نجزم له ونجعله في حيز الممكن فأما قطع أبي جعفر به وعلمه على اعتقاده فهو يستند إلى ضرب من التقليد ولسنا من التقليد في شئ
„Was die Offenbarung von Gott an Muhammad (s.) betrifft, so erfolgte sie einmal dadurch, dass er die Worte ohne ein Mittel hörte und einmal dadurch, dass er die Worte durch die Zungen der Engel hörte und was das betrifft, was Abu Ja’far (As-Saduq) über die Tafel und den Stift erwähnte und darüber bestätigte, so wurde zwar diesbezüglich ein Ausspruch (Hadith) überliefert, doch wir sagen diesem nicht fest zu und hegen vor Gott keine Gewissheit darüber, ob er richtig ist und bezeugen nichts davon, außer worüber wir Wissen erlangten. Weder liegt der Bericht darüber kontinuierlich (Mutawatir) vor, wodurch eine Gewissheit gerechtfertigt wäre, noch herrscht darüber ein Konsens (Ijma‘) noch verliert der Qur’an ein Wort darüber noch wurde er durch einen Beweis Gottes bestätigt, der ihn stützen würde. Der treffende Umgang sieht demnach so aus, dass wir bei ihm Halt machen und ihn zwar für denkbar halten, jedoch keine Gewissheit und Sicherheit über ihn hegen und ihn im Bereich des Möglichen ansiedeln und was die Gewissheit von Abu Ja’far (As-Saduq) und seine Bekundung über den Glauben daran betrifft, so beruht das auf einem Schlag der Nachahmung (Taqlid) und wir haben mit Nachahmung (Taqlid) nichts zu tun.” [Tashih-ul-I’tiqadat, Seite 122]
Kommentar:
Wenn es stimmen würde, dass Nachahmung (Taqlid) bedeutet, einen Experten (Marja‘) in Rechtsfragen zu befolgen, dann wäre die Offenbarung des Propheten (s.) eine Rechtsfrage und As-Saduq wäre ein gewöhnlicher Laie und Befolger eines Experten (Marja‘) in Rechtsfragen und Al-Mufid hätte mit einem Konzept nichts zu tun, welches man heute zu einer von Gott auferlegten Pflicht (Wajib) erklärt. Entweder ist das alles richtig oder man gesteht endlich ein, dass der Begriff alleine kein Beweis für das Konzept ist, welches man in den Mund der Imame (a.) legt, um die den Klerikern folgende Masse weiterhin bei der Stange zu halten.

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