Maimun At-Tabarani über das Verbot der Verstellung unter Glaubensbrüdern und privat

Maimun Ibn Qasim At-Tabarani schreibt:
الْبَابُ الْوَاحِدُ وَالْعِشْرُونَ: مَعْرِفَةُ مَا وَرَدَ مِنَ النَّهْيِ عَنِ اسْتِعَمَالِ التَّقِیَّةِ بَیْنَ الْمُؤْمِنِینَ وَفِي الْخَلْوَةِ وَالْوَحْدَةِ
Kapitel 21: Die Erkenntnis von dem, was über die Untersagung tradiert wurde, sich unter Gläubigen und alleine und privat der Achtsamkeit (Taqiyyah) zu bedienen
١ رُوِيَ عَنِ الْمُفَضَّلِ بْنِ عُمَرَ أَنَّهُ قَالَ: دَخَلْتُ عَلَى مَوْلَايَ الصَّادِقِ مِنْهُ السَّلَامُ فَقَالَ: یَا مُفَضَّلُ إِیَّاكَ أَنْ تُقِیمَ شَیْئًا مِنْ ذَاتِ الرَّدَى. قُلْتُ: جُعِلْتُ فِدَاكَ وَمَا ذَاتُ الرَّدَى؟ قَالَ: مِنْ هَذِهِ الضُّدُودِ. قُلْتُ: وَمَا هَذِهِ الضُّدُودِ؟ قَالَ: مِنْ صَوْمٍ أَوْ صَلَاةٍ أَوْ حَجٍّ أَوْ جِهَادٍ فَمَنْ أَقَامَهُنَّ مُتَدَیِّنًا بِهِنَّ فَقَدِ اتَّخَذَ مَعَ اللَّهِ إِلَهًا آخَرَ. ثُمَّ قَالَ: الْمُقِیمُ لَهَا سِرًّا كَالتَّارِكِ لَهَا عَلَانِیَّةً وَالتَّارِكُ لَهَا عَلَانِیَّةً كَالْمُقِیمِ لَهَا سِرًّا
1 – Von Mufaddal Ibn Umar wurde berichtet, dass er sagte: „Ich trat zu meinem Herrn As-Sadiq (a.) herein, worauf er sprach: ﴾O Mufaddal, wehe dir, etwas von dem zu verrichten, was in den Ruin treibt.﴿ Ich sprach: ﴾Mein Leben sei dir geopfert. Was treibt in den Ruin?﴿ Er sprach: ﴾Von diesen Oppositionen.﴿ Ich sprach: ﴾Was sind diese Oppositionen?﴿ Er sprach: ﴾Vom Fasten oder Gebet oder Pilgerfahrt oder Mühsal (Jihad). Wer sie also glaubenspraktisch verrichtete, der hat sich neben Gott einen anderen Gott genommen.﴿ Dann sprach er: ﴾Wer sie im Geheimen verrichtet ist wie jemand, der sie offenkundig unterlässt und wer sie offenkundig unterlässt ist wie jemand, der sie im Geheimen verrichtet.﴿”
٢ – وَرَوَاهُ أَبُو عَبْدِ اللَّهِ الْحُسَیْنُ بْنُ هَارُونَ الصَّائِغُ فِي بَعْضِ مُصَنَّفَاتِهِ یَرْفَعُ الْإِسْنَادَ إِلَى اْلُمَفَّضَلِ أَنَّهُ قَالَ: وَرَدَ عَلَى مَوْلَانَا الصَّادِقِ مِنْهُ السَّلَامُ ثَلَاثَةُ نَفَرٍ مِنَ الْمُؤْمِنِینَ فَأَنْزَلَهُمْ فِي دَارٍ لَهُ وَكَانَ یَنْفِذُ إِلَیْهِمْ رِزْقَهُمْ فِي كُلِّ یَوْمٍ ثَلَاثَ رُمَّانَاتٍ وَإِنَّ بَعْضَ إِخْوَانِهِمُ الْمُؤْمِنِینَ وَرَدَ عَلَیْهِمْ فَأَنْزَلُوهُ مَعَهُمْ فِي بَیْتِهِمْ وَأَقَامَ ثَلَاثَةَ أَیَّامٍ یَأْكُلُ مَعَهُمْ مِمَّا یَأْكُلُونَ فَلَمَّا كَانَ الْیَومُ الرَّابِعُ خَرَجَ أَخُوهُمُ الْقَادِمُ عَلَیْهِمْ لِحَاجَةٍ لَهُ فَتَذَاكَرُوا أَمْرَ أَخْیهِْمْ وَأَنَّ لَهُ عِنْدَهُمْ ثَلَاثَةُ أَیَّامٍ وَأَنَّ الْمَوْلِى قَدْ عَلِمَ بِهِ وَلَا یَنْفِذُ رِزْقَهُ فَبَیْنَمَا هُمْ فِي حَدِیثِهِمْ یَتَذَاكَرُونَ أَمْرَ أَخِیهِمْ إِذْ ظَهَرَ لَهُمُ الْمَوْلَى مَعَهُمْ فِي بَیْتِهِمْ فَقَالَ لَهُمْ: قَدْ عَلِمْتُ مَا أَنْتُمْ فِیهِ إِنَّ أَخَاكُمْ یُقِیمُ التَّقِیَّةَ فِي الْخَلَوَاتِ فَلَا رِزْقَ لَهُ عِنْدِي. فَقَالُوا: یَا مَوْلَانَا فَنَقُولُ لَهُ ذَلِكَ فَقَالَ: قُولُوا ثُمَّ غَابَ عَنْهُمْ فَلَمَّا عَادَ أَخُوهُمْ أَخَبَرُوهُ بِمَا قَالَ الْمَوْلَى فَبَكَى الرَّجُلُ وَاسْتَقَالَ وَتَابَ وَأَنَابَ فَلَمَّا كَانَ مِنَ الْغَدِ جَاءَتْ أَرْزَاقُهُمْ وَجَاءَ رِزْقُهُ مَعَهُمْ
2 – Abu Abdillah, Husain Ibn Harun As-Sa’igh, berichtete in einigen seiner Schriften zurückführend (Marfu’) auf Mufaddal Ibn Umar, dass er sagte: „Drei von den Gläubigen kamen zu unserem Herrn As-Sadiq (a.). Hierauf beherbergte er sie in einer Unterkunft von ihm und verpflegte sie jeden Tag mit drei Granatäpfeln. Dann kam einer ihrer Glaubensbrüder zu ihnen, worauf sie ihn mit ihnen zusammen in ihrer Unterkunft beherbergten. Er blieb drei Tage, in denen er mit ihnen von dem speiste, wovon sie speisten. Als der vierte Tag kam, ging ihr Bruder, der zu ihnen gekommen war, hinaus, da er etwas brauchte. Da besprachen sie miteinander die Sache ihres Bruders und dass er mit ihnen drei Tage verbracht hatte und der Herr (a.) von ihm gewusst hat und ihn dennoch nicht verpflegte. Als sie nun gerade in ihr Gespräch vertieft waren und sich über die Sache ihres Bruders austauschten, erschien ihnen der Herr (a.) bei ihnen in ihrer Unterkunft. Da redete er zu ihnen: ﴾Ich habe gewusst, was euch beschäftigt. Euer Bruder hält im Privaten die Achtsamkeit (Taqiyyah) aufrecht. Daher steht ihm von mir keine Verpflegung zu.﴿ Hierauf sprachen sie: ﴾Unser Herr, sollen wir ihm das sagen?﴿ Da sprach er: ﴾Sagt es.﴿ Hierauf verschwand er von ihnen. Als dann ihr Bruder zurückkehrte, unterrichteten sie ihn über das, was der Herr (a.) gesagt hatte. Da weinte der Mann und bat um Verzeihung. Er tat Buße und zeigte Reue. Als der nächste Tag kam, kam ihre Verpflegung zu ihnen und zusammen mit ihnen kam auch seine Verpflegung zu ihm.”
٣ وَرَوَاهُ الْهَمَدَانِيُّ عَنْ أَبِي سَعِیدٍ قَالَ: اصْطَحَبْتُ بِسُرَّمَرَى رَجُلًا مِنْ غَالِیَةِ الشِّیعَةِ فَحَدَّثَنِي أَنَّ ضَیْفًا وَرَدَ عَلَیْهِ وَأَحْسَبُهُ یُسَمَّى صَالِحَ بْنَ عَلِيٍّ النِّیلِيَّ قَالَ: فَأَكَلْنَا وَشَرْبْنَا وَتَذَاكَرْنَا إِلَى اللَّیْلِ فَلَمَّا صَلَّیْتُ الْعِشَاءَ الْأَخِیرَ صَلَّى مَعَنَا وَجَلَسْنَا نَتَذَاكَرُ الْأَحَادِیثَ فَوَثَبْتُ أُصَلِّي صَلَاةَ اللَّیْلِ فَأَقْبَلَ یَشْرَبُ وَیَتْفُلُ بِبُنْدُقٍ وَیَرْمِینِي بِقِشْرِهِ فَلَمَّا أَصْبَحْنَا غَدَوْتُ مُسَلِّمًا عَلَى سَیِّدِي أَبِي الْحَسَنِ الْعَسْكَرِيِّ مِنْهُ السَّلَامُ فَلَمَّا رَآنِي تَبَسَّمَ وَقَالَ لِي: كَانَ صَاحِبُكَ الْبَارِحَةَ بِاللَّهِ أَعْرَفَ مِنْكَ
3 – Al-Hamadani berichtete von Abu Sa’id, dass er sagte: „Ich nahm mir in Samarra’ jemanden von den Übertreibern der Schiiten als Gefährten. Da erzählte er mir, dass ein Gast zu ihm kam, dessen Name, wie ich mich entsinne, Salih Ibn Ali An-Nili lautete.” Er sagte: „So speisten und tranken wir und besprachen uns miteinander bis in die Nacht. Als ich das spätere Abendgebet verrichtete, betete er mit uns zusammen. Wir setzten uns und besprachen miteinander die Aussprüche (Hadith). Hierauf sprang ich auf, um das Nachtgebet zu verrichten. Da begann er zu trinken, mit Haselnüssen zu spucken und mich mit ihrer Schale zu bewerfen. Als wir nun in den Morgen gingen, richtete ich am Tage darauf meinem Herrn Abu l-Hasan Al-Askari (a.) den Friedensgruß aus. Als er mich sah, lächelte er und redete zu mir: ﴾Dein Gefährte gestern verfügte über mehr Erkenntnis (Ma’rifah) von Gott als du.﴿”
٤ وَعَنِ الْهَمَدَانِيِّ عَنْ أَبِي سَعِیدٍ عَنْ مُحَمَّدِ بْنِ مُوسَى عَنْ عَلِِّي بْنِ الْحُسَیْنِ عَنْ مُحَمَّدِ بْنِ سِنَانٍ قَالَ: كَانَ الْمُفَضَّلُ فِي جَمَاعَةٍ مِنْ أَصْحَابِهِ یَشْرَبُونَ فِي غُرْفَةٍ عَالِیَةٍ ویَتَذَاكَرُونَ إِذْ هَبَطَ الْمَوْلَى مِنْهُ السَّلَامُ عَلَیْهِمْ مِنَ السَّقْفِ وَبِیَدِهِ بَاقَةُ آَذَرْیُونَ فَقَالَ لَهُمْ: شَاخْرِبَاشْ وَدَحَا زَنْدْ كَانْ ثُمَّ قَالَ لَهُمْ: حَلَالٌ لَكُمْ مَعَكُمْ حَرَامٌ عَلَیْكُمْ مَعَ غَیْرِكُمْ
4 – Al-Hamadani berichtete von Abu Sa’id, welcher von Muhammad Ibn Musa berichtete, welcher von Ali Ibn Husain berichtete, dass Muhammad Ibn Sinan sagte: „Mufaddal war mit einer Schar seiner Gefährten zusammen, die in einer Räumlichkeit im Obergeschoss tranken und sich miteinander besprachen, als der Herr (a.) zu ihnen vom Dach hinabkam und in seiner Hand einen Strauß Ringelblumen hielt. Da redete er zu ihnen: ﴾Šāḫrbāš-Wdḥā-Znd-Kān﴿ Hierauf redete er zu ihnen: ﴾Euch untereinander erlaubt und im Beisein mit anderen verboten.﴿”
٥ وَرُوِيَ عَنْ بَعْضِ أَصْحَابِ الْمُفَضَّلِ عَنْ ذَوَایِرْدَذَ أَنَّهُ قَالَ: أَضْحَیْتُ بِظَهْرِ الْكُوفَةِ وَصَفَفْتُ قَدَمَيَّ أُصَلِّي فَلَمَّا سَجَدتُّ نُودِیتُ یَا ذَوَایِرْدَذُ تَتَقَرَّبُ إِلَيَّ بِالنَّجَاسَاتِ أَمَا تَعْلَمُ أَنَّكَ عَلَى أَرْضٍ مَحْمِیَّةٍ مَمْسُوخَةٍ نَجِسَةٍ وَسِخَةٍ ارْفَعْ رَأْسَكَ وَنَاجِنِي بِقَلْبِكَ أَزْلِفْ لَكَ وَأَقْرِبْ إِلَى مَا تُرِیدُ مِنِّي فَانْصَرَفْتُ مَذْعُورًا
5 – Von einigen Gefährten Mufaddals wurde berichtet, dass Dhawayirdadh sagte: „Ich ging auf der Rückseite von Kufah in den Morgen, stellte meine Füße nebeneinander und betete. Als ich mich hierauf niederwarf, rief man mir zu: ﴾O Dhawayirdadh, durch Unreinheiten bemühst du dich um Meine Gunst. Weißt du denn nicht, dass du dich auf einem beschirmten, deformierten, unreinen und schmutzigen Boden befindest? Erhebe dein Haupt und führe mit Mir ein vertrauliches Gespräch in deinem Herzen. Bringe dir nahe und lasse zu Mir herankommen, was du von Mir begehrst.﴿ Da entfernte ich mich verängstigt.” [Al-Ma’arif, Seite 120-123]

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