Maimun At-Tabarani über die Befreiung von Bürden und die Bewahrung des Anscheins

Maimun Ibn Qasim At-Tabarani schreibt:
الْبَابُ الْعِشْرُونَ: مَعْرِفَةُ مَا رُوِيَ فِي التَّقِیَّةِ وَإِقَامَةِ الظَّاهِرِ
Kapitel 20: Die Erkenntnis von dem, was über die Achtsamkeit (Taqiyyah) und Aufrechterhaltung des äußeren Anscheins tradiert wurde
١ رَوَاهُ عَلِيُّ بْنُ عَبْدِ اللَّهِ عَنْ مُحَمَّدِ بْنِ سِنَانٍ قَالَ: قَالَ مَوْلَايَ أَبُو عَبْدِ اللَّهِ مِنْهُ السَّلَامُ: مَنْ عَرَفَ الْبَاطِنَ وَأَقَامَ عَلَیْهِ وَلَمْ یُقَصِّرْ فِي حُقُوقِ إِخْوَانِهِ فَهُوَ حُرٌّ قَدْ خَرَجَ مِنْ رِقِّ الْعُبُودِیَّةِ وَقَدْ سَقَطَ عَنْهُ الْآصَارُ وَالْأَغْلَالُ فَعَلَیْكُمْ بِحِفْظِ الظَّاهِرِ وَإِقَامَتِهِ بِحَضْرَةِ الْعَامَّةِ لَا تَصِیرُونَ أَسْرَى فِي أَیْدِیهِمْ إِنْ شَاؤُوا آمَنُوا عَلَیْكُمْ وَإِنْ شَاؤُوا لَا أَیَسَتَحْسِنُ أَحَدُكُمْ أَنْ یَمْشِيَ فِي السُّوقِ عُرْیَانًا وَلَیْسَ مِنَّا مَنْ كَانَ فِي قَبِیلَةٍ فِیهَا أَرْبَعُونَ رَجُلًا لَا یَكُونُ ظَاهِرُهُ أَوْرَعَ مِنْهُمْ أَتُحِبُّونَ أَنْ یُقَالَ لِفِرْقَةِ الْجَعْفَرِیَّةِ كُفَّارًا
1 – Ali Ibn Abdillah berichtete von Muhammad Ibn Sinan, dass Ja’far As-Sadiq (a.) sagte: „Wer das Innere erkannte, darin verweilte und die Privilegien seiner Geschwister nicht vernachlässigte, der ist ungebunden. Er hat sich vom Joch der Knechtschaft befreit und von ihm sind die Bürden und Fesseln abgefallen. Euch obliegt nun die Wahrung des äußeren Anscheins und seine Aufrechterhaltung in der Anwesenheit des einfachen Volkes. Ihr werdet zu keinen Gefangenen in ihren Händen werden. Wenn sie wollen, vertrauen sie euch an und wenn nicht, dann nicht. Sollte einer unter euch weilen, der Gefallen daran findet, unbekleidet auf den Markt zu gehen? Derjenige gehört nicht zu uns, der unter einem Stamm von vierzig Leuten weilt, während er dem äußeren Anschein nach nicht der enthaltsamste von ihnen ist. Findet ihr etwa Gefallen daran, dass man die Gruppe der Leute Ja’fars als Ungläubige betitelt?
٢ وَعَنْ مُحَمَّدِ بْنِ مُوسَى الْكَرْخِيِّ عَنْ مُحَمَّدِ بْنِ عَلِيٍّ عَنْ مُحَمَّدِ بْنِ سِنَانٍ قَالَ قَالَ الصَّادِقُ مِنْهُ السَّلَامُ: مَنِ اسْتَعْمَلَ الظَّاهِرَ أَعْطَاهُ اللَّهُ الظَّاهِرَ وَالْبَاطِنَ جَمِیعًا وَمَنِ اسْتَعْمَلَ تَرْكَ الظَّاهِرِ سَلَبَهُ اللَّهُ الظَّاهِرَ وَالْبَاطِنَ جَمِیعًا
2 – Und von Muhammad Ibn Musa Al-Karkhi, welcher von Muhammad Ibn Ali berichtete, welcher von Muhammad Ibn Sinan berichtete, dass Ja’far As-Sadiq (a.) sagte: „Wer sich dem äußeren Anschein bediente, dem gab Gott den äußeren Anschein zusammen mit dem Inneren und wer sich der Unterlassung des äußeren Anscheins bediente, dem entzog Gott den äußeren Anschein zusammen mit dem Inneren.”
٣ وَعَنْ مُحَمَّدِ بْنِ مُوسَى عَنْ مُحَمَّدِ بْنِ جَعْفَرٍ عَنْ عَلِيِّ ابْنِ الْحُسَیْنِ عَنْ مُحَمَّدِ بْنِ سِنَانٍ قَالَ قَالَ الصَّادِقُ مِنْهُ السَّلَامُ: إِنْ ظَهَرَ اللَّهُ بِذَاتِهِ لِیؤُخَذَ بِآدَابِهِ فَمَا عَمِلْنَاهُ فَاعْمَلُوهُ وَمَا رَفَضْنَاهُ فَارْفُضُوهُ تَشَبَّهُوا بِنَا وَلَا تَنْفَرِدُوا عَنَّا زَیِّنُونَا بِالتُّقَى وَمَیِّلُوا النَّاسَ إِلَیْنَا بِالزُّهْدِ فِي الدُّنْیَا إِنَّ الرَّجُلَ لَیَكُونُ مِنْ شِیعَةِ عَلِيٍّ بَیِّنَ الْمَحَلَّةِ فَیَكُونُ صَاحِبَ وَدَائِعِهِمْ وَقَاطِعَ أُمُورِهِمْ وَمُغَسِّلَ مَوْتَاهُمْ وَإِقَامَةَ مُصَلَّاهُمْ فَكُونُوا لَنَا زَیْنًا وَلَا تَكُونُوا عَلَیْنَا عَارًا
3 – Und von Muhammad Ibn Musa, welcher von Muhammad Ibn Ja’far berichtete, welcher von Ali Ibn Husain berichtete, welcher von Muhammad Ibn Sinan berichtete, dass Ja’far As-Sadiq (a.) sagte: „Gott zeigt Sich Selbst, damit man sich Seine Verhaltensregeln zu eigen macht. Was wir nun tun, das tut und was wir zurückweisen, das weist zurück. Ahmt uns nach und sondert euch nicht von uns ab. Ziert uns durch Achtsamkeit und lasst die Menschen Zuneigung zu uns durch Enthaltsamkeit vom Weltlichen empfinden. Jemand von den Anhängern Alis (a.) ist gewiss gewandt, sodass er der Hüter ihrer anvertrauten Güter, Zuweiser ihrer Angelegenheiten, Wäscher ihrer Verstorbenen und Betreuung ihres Gebetsplatzes wird. So seid uns eine Zierde und seid uns keine Schmach.
٤ وَبِإِسْنَادِهِ عَنِ الْعَالَمِ مِنْهُ السَّلَامُ أَنَّهُ قَالَ: مَا قَصَمَ ظَهْرِي إِلَّا رَجُلَانِ مُؤْمِنٌ مُتَهَتِّكٌ وَكَافِرٌ مُتَنَسِّكٌ هَذَا یَدْعُو النَّاسَ إِلَى بَاطِلِهِ بِتَنَسُّكِهِ وَهَذَا یَنْفُرُّ النَّاسُ عَنْ حَقِّهِ بِتَهَتُّكِهِ
4 – Und mit seiner Kette zum Wissenden (a.), dass er sagte: Keiner zerbrach meinen Rücken außer zwei Leute: Ein unverhüllter Gläubiger und ein frommer Ungläubiger. Dieser ruft die Menschen zu seiner Falschheit durch seine Frömmigkeit und bei diesem flüchten die Menschen vor seiner Wahrheit durch seine Enthülltheit.
٥ وَعَنْهُ بِالْإِسْنَادِ عَنِ الصَّادِقِ مِنْهُ السَّلَامُ أَنَّهُ قَالَ: مَنْ حَلَّ عَقْدًا قَبْلَ أَنْ یَحُلَّهُ عَاقِدُهُ أَكَلَتْهُ السَّبَاعُ وَنَهَشَتْهُ الذِّئَابُ وَمَزَّقَتْهُ هَوامُ الْأَرْضِ وَرَدَّهُ اللَّهُ أَعْرَابِيًّا جِلْفًا
5 – Und von ihm mit der Kette zu Ja’far As-Sadiq (a.), dass er sagte: „Wer einen Bund auflöste, bevor ihn sein Bundgenosse auflöste, den fraßen die Raubtiere, zerrissen die Wölfe, zerstückelte das Ungeziefer der Erde und brachte Gott als ungebildeten Beduinen zurück.” [Al-Ma’arif, Seite 118-120]

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